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Einbürgerungstest nicht bestanden: Wiederholung, 25 Euro, nächste Schritte

BA
Bashar • 3 Min. Lesezeit • 04.10.26
Einbürgerungstest nicht bestanden: Wiederholung, 25 Euro, nächste Schritte

Weniger als 17 richtige Antworten sind durchgefallen. Das BAMF schreibt das so: Wer unter 17 bleibt, kann den Test wiederholen. Die Bescheinigung über ein bestandenes Ergebnis bekommst du dann nicht.

Diese Seite erklärt den Rahmen nach einem Fehlversuch. Sie ist keine Rechtsberatung und kein Bescheid deiner Behörde.

Was „nicht bestanden“ heißt

Du bekommst 33 Fragen und 60 Minuten. Für die Einbürgerung zählt 17 von 33. 16 richtige Antworten reichen nicht, auch wenn es sich knapp anfühlt.

Die Auswertung macht das BAMF, nicht die Person im Prüfungsraum. Du erfährst das Ergebnis mit der Post, nicht an der Tür. Wie lange das dauert, steht im Ratgeber zur Wartezeit.

Wiederholen ist vorgesehen

Das BAMF sagt: Bei weniger als 17 richtigen Antworten kannst du den Test wiederholen. Du meldest dich wieder bei einer zugelassenen Prüfstelle an. Oft ist das die Volkshochschule, manchmal ein anderes Zentrum. Die Liste der Stellen veröffentlicht das BAMF. Eine Orientierung findest du unter Prüfstellen.

Die Teilnahme kostet 25 Euro. Die Gebühr fällt für die Teilnahme an, nicht als Belohnung fürs Bestehen. Einen bestandenen ersten Versuch bekommst du deshalb nicht erstattet, wenn der zweite nötig wird.

Nimm wieder ein gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild mit. Der Ablauf im Saal ist derselbe: Heft, vier Antworten, eine richtig, 60 Minuten. Details zum Tag selbst: Prüfungstag.

Was du der Einbürgerungsbehörde sagst

Der Einbürgerungsantrag und der Test sind zwei Vorgänge. Ein nicht bestandener Test macht den Antrag nicht automatisch ungültig. Er heißt: Der Nachweis der Kenntnisse fehlt noch.

Schreib oder ruf bei deiner Behörde an, sobald du einen neuen Termin hast. So bleibt der Vorgang nicht liegen, weil ein Nachweis fehlt. Ob dein Antrag weiterläuft, welche Frist gilt und ob du etwas nachreichen musst, sagt dir die zuständige Stelle. Das steht nicht in einer Übungs-App.

Was du vor dem zweiten Termin übst

Denselben Fehler noch einmal zu machen ist der teure Weg. 25 Euro und mehrere Wochen Postweg.

Sinnvoll ist eine kurze Fehlerliste, keine neue App-Sammlung:

  • Punktzahl. Ziel sind 17, nicht die niedrigere Schwelle aus dem Integrationskurs. Der Unterschied steht im Ratgeber Leben in Deutschland oder Einbürgerungstest.
  • Bundesland. In der Prüfung sind 3 der 33 Fragen Landesfragen. Du lernst die 10 Fragen deines gemeldeten Bundeslands, weil du nicht weißt, welche 3 kommen. Einstieg: Bundesland wählen.
  • Lesefehler. Viele Fragen kippen am letzten Wort: „nicht“, eine Jahreszahl, „zuerst“. Einmal laut lesen, dann klicken.
  • Eine Simulation mit Timer. 33 Fragen, 60 Minuten, danach nur die falschen Sätze nachlesen. Simulation. Das ist Übung, kein amtlicher Test.

Zehn typische Fallen stehen gesammelt im Ratgeber Typische Fehler.

Wann der Test gar nicht der richtige Weg ist

Manche Personen müssen den Test nicht ablegen, zum Beispiel bei einem deutschen Schulabschluss oder wenn Krankheit, Behinderung oder das Alter den Test unmöglich machen. Das prüft die Einbürgerungsbehörde, nicht diese Website. Überblick: Wer ist befreit.

Wer den Test aus diesen Gründen nicht schaffen kann, sollte das mit Attest und Behörde klären, statt denselben Termin mehrfach zu buchen.

Was diese Seite nicht verspricht

Niemand kann dir den zweiten Versuch zusichern. Auch eine hohe Punktzahl in der Simulation ist kein BAMF-Ergebnis. Die Bescheinigung kommt nur nach dem amtlichen Test.

Quellen

Stand: 3. Oktober 2026. Keine Garantie, keine Rechtsberatung.